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“Jüdische Gemeinden oder Bauernschulen nach 1945 in Oberfranken? Es ist das große Verdienst des Nürnberger Journalisten Jim Tobias, darüber endlich etwas Fundiertes an die Öffentlichkeit gebracht zu haben. Für seine Dokumentation “Vorübergehende Heimat im Land der Täter” recherchierte er viele Jahre weltweit, herausgekommen ist ein Meisterwerk der Darstellung regionaler Zeitgeschichte. Bewundernswert ist vor allem seine Hartnäckigkeit, ehemalige Mitglieder der jüdischen Gemeinden in den USA oder in Israel ausfindig zu machen und sie zu interviewen. Zusammengefügt mit Unterlagen aus internationalen Archiven sowie vielen historischen Fotos ergibt sich ein klares Bild über die rund 16.000 jüdischen Displaced Persons, die zwischen 1945 und 1949 in Franken lebten und auf die Auswanderung nach Palästina oder Übersee warteten.”
Nordbayerischer Kurier /  21. August 2002

“'Vorübergehende Heimat im Land der Täter' ist ein lesenswertes, wichtiges, glänzend recherchiertes Zeugnis Heimatgeschichte.”
Fürther Nachrichten / 19. September 2002

“Fast alle Spuren, die an die fast 30 jüdischen DP-Lager und Kibbuzim erinnern könnten, sind verwischt. Und dennoch hat sich Jim G. Tobias in seinem Buch an dieses wenig erforsche Thema gewagt und einen exzellenten Überblick und Einblick in das wiedererwachende jüdische Leben in  Deutschland geliefert. Der Neubeginn, der sich inmitten der deutschen Städte und Gemeinden abspielte, hat die Historiker  lange nicht beschäftigt. Tobias schließt diese Lücke mit seiner detaillierten Beschreibung des Lager- und Kibbuzlebens. Seinen Hauptfokus richtet er auf Franken. Doch das Buch geht über den Wert einer rein regional-historischen Arbeit weit hinaus.”
Aufbau No. 19 New York / September 19, 2002

“Die Zeitgeschichte, mag sie manchmal wissenschaftlich so abgegrast erscheinen wie die afrikanische Savanne, hält immer noch unentdeckte Forschungsreservate bereit. Den Beweis dafür liefert der Nürnberger Journalist und Filmemacher Jim G. Tobias mit einer Studie über ein unbekanntes Kapitel jüdischer Nachkriegsgeschichte in Franken.”
Sonntagsblatt - Evangelische Wochenzeitung für Bayern Nr. 50 / 15. Dezember 2002

Titelbild Vorübergehende Heimat im Land der TäterVorübergehende Heimat im Land der Täter

Jüdische DP-Camps in Franken 1945-1949

Jim G. Tobias

288 Seiten, 74 Abb. schwarz-weiß, 22 x 14 cm, Pb, 2002
ISBN 978-3-9806636-3-2
22,80 EUR [D]


In der unmittelbaren Nachkriegszeit lebten in Franken rund 16.000 jüdische Displaced Persons (DPs) und warteten auf eine Auswanderungsmöglichkeit nach Palästina oder Übersee. In den 28 Camps, darunter zwei Kinderlager und 18 landwirtschaftliche Kollektivfarmen, kam es zu einer Wiedergeburt des osteuropäischen Judentums.

Während die Juden in den Kibbuzim eine landwirtschaftliche Ausbildung erhielten, entstanden in den Camps geistige Zentren, in denen sich die jüdische Kultur zu einer neuen Blüte entwickelte. In den Bischofsstädten Bamberg und Eichstätt entstanden Jeshiwot (religiöse Hochschulen); die Überlebenden der Shoa etablierten eine jüdische Fußball-Liga im “Rayon Franken” und gründeten sogar eine eigene Zeitung.

Dieses Kapitel der fränkischen Nachkriegsgeschichte ist im öffentlichen Bewusstsein nahezu unbekannt. Auf der Grundlage langjähriger Forschungen in nationalen und internationalen Archiven, sowie Zeitzeugenbefragungen gelang es dem Autor, die Lebenssituation und -wirklichkeit der jüdischen DPs in Franken zu rekonstruieren.