Gabersee und Attel: Wartesäle zur Emigration

Titelbild des Buches Gabersee und AttelDie jüdischen Displaced Persons Camps
in Wasserburg 1946–50

Jim G. Tobias / Nicole Grom

174 Seiten, 16 Abb. schw.-w.,
22 x 14 cm, Pb., 2016
ISBN 978-3-938286-48-7
14,90 EUR [D]

 

Auszüge aus dem Buch

Inhaltsverzeichnis     Editorial

Zwischen 1946 und 1950 wurde Wasserburg am Inn zum Zufluchtsort für bis zu 2.500 Überlebende der Shoa aus Polen, Ungarn, Rumänien und der Tschechoslowakei. Die Menschen warteten auf eine Auswanderung nach Palästina/Israel oder Übersee. Das Kloster Attel und die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt Gabersee verwandelten sich für einige Jahre in selbstverwaltete jüdische Enklaven mit eigenen Schulen, Kindergärten und Sportvereinen. Es wurden eine Synagoge, eine Jeschiwa (Jüdische Religionshochschule), eine Mikwe (Ritualbad) und eine koschere Küche eingerichtet.

Dieses spannende Kapitel der deutschen Regionalgeschichte wurde bislang nicht erforscht und dokumentiert – weder in Geschichtsbüchern noch in Heimatzeitungen oder Chroniken. Auf Grundlage langjähriger Recherchen in nationalen und internationalen Archiven gelang es den Autoren, die vergessene Geschichte der jüdischen „Wartesäle“ in Wasserburg zu rekonstruieren.

Pressestimmen (Auszüge)

Das Kapitel war bislang wissenschaftlich unerforscht. Diese Lücke haben Tobias und Grom nun geschlossen.
Heide Sobotka / Jüdische Allgemeine / 05.01.2017 weiter zum Artikel