Heimat auf Zeit

Titelbild des Buches Heimat auf Zeit - Jüdische Kinder in Rosenheim 1946-47Jüdische Kinder in Rosenheim 1946-47

Zur Geschichte des “Transient Children’s Center” in Rosenheim
und der jüdischen DP-Kinderlager in Aschau, Bayerisch Gmain, Indersdorf, Prien und Pürten

Jim G. Tobias / Nicola Schlichting

140 Seiten, 14 Abb. schw.-w.,
22 x 14 cm, Pb., 2006
ISBN 978-3-938286-31-9
11,80 EUR [D] neuer Preis 9,90 EUR

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Auszüge aus dem Buch
Inhaltsverzeichnis     Vorwort     Auftakt

Zwischen September 1946 und April 1947 lebten in der Rosenheimer Pionierkaserne hunderte von jüdischen Waisen aus Osteuropa. Die Kinder hatten mit viel Glück in Verstecken oder mit falscher Identität den Holocaust überlebt und mussten nun vor dem erneut aufflammenden Antisemitismus aus ihren Heimatländern flüchten. Auf ihrem Weg nach Palästina machten sie ausgerechnet im Land der Täter Zwischenstation – vor der Staatsgründung Israels im Mai 1948 war eine Einwanderung dorthin kaum möglich. Bis heute ist die Existenz der Einrichtung in Rosenheim nahezu unbekannt. Die Autoren recherchierten in israelischen und amerikanischen Archiven das facettenreiche Leben der jüdischen Mädchen und Jungen. Sie beschreiben erstmals die Geschichte des vergessenen “Children Centers Rosenheim” sowie weiterer Kinderlager in Oberbayern.

Das Buch wurde im Auftrag des Nürnberger Instituts für NS-Forschung erstellt.

“Anhand von Dokumenten aus amerikanischen und israelischen Archiven ist es den Autoren anschaulich gelungen, die Situation der Überlebenden der Shoa, speziell der jüdischen Kinder und Jugendlichen, detailliert nachzuzeichnen.”
Max Schreiber / Pressewoche – Zeitungsmagazin für  die Region Rosenheim / 13.01.2007

“’Heimat auf Zeit‘ ist weit mehr als ’nur‘ Regionalgeschichte, erläutern die Autoren doch in einleitenden Kapiteln allgemein die Einrichtung der DP-Camps, die Situation der jüdischen Kinder nach dem Krieg und die verschiedenen Bemühungen der zionistischen Jugendgruppen, die später bei der Vorbereitung auf die Alija von Bedeutung waren. … Es ist gut zu sehen, dass es historische Forschung auch über diese verwundeten Seelen und ihr Schicksal nach dem Krieg gibt.”
Andrea Livnat / HaGalil / 10.01.2007 weiter zum Artikel Logo von haGalil.com